Metal Inside:
"Ein Metalkonzert in Göttingen? Wahrlich nicht die Regel, und wenn es dann auch noch ein Act wie BURDEN OF GRIEF ist, die gerade erst ein mehr als überzeugendes Album rausgebracht haben, ist es doch klar, dass man sich ins MK 4 begibt, und sich mal ‚ne Runde Melodic Death Metal gibt. Das MK 4 als Konzert-Location war mir bis dato völlig unbekannt und auch Kollege Otto wusste von keiner Lokalität im Innenstadtbereich der Universitätsstadt, die groß genug sein würde, um einen Gig über die Runden bringen zu können. Umso erstaunter waren wir, als wir das MK 4 dann endlich gefunden hatten: Kaum größer als eine Kellerkneipe, die ca. 95 Leute fasst und mit einer Bühne von ungefähr 3 x 2 Metern "gesegnet" ist. Dazu eine Soundanlage, die zwar laut war, aber eben nicht die beste Qualität bot. Kaum vorstellbar also, dass hier eine ausgewachsene Metal Band aufspielen sollte. Aber weit gefehlt, BURDEN OF GRIEF betraten gegen 22:30 Uhr die Bühne und legten mit "Desaster And Decay" von neuen Album "Fields Of Salvation" gleich mächtig los. Und plötzlich war auch der Sound in Ordnung (nur der Gesang war, na sagen wir mal, etwas unverständlich). Die Band legte sich voll ins Zeug, und legte eine unglaubliche Spielfreude an den Tag, als man mit "Cold Fire", "Engaged With Destiny", "The Nightmare Within", Smashed To Pieces" und "The Silent Killing" im Set vorankam. Nur wollte der Funke irgendwie nicht so recht auf so ungefähr 65 Köpfe zählende Publikum überspringen. Lediglich The Atmosfear Fronter Olle Holzschneider nebst weiblicher Begleitung sah sich genötigt die mächtig lange Mähne kreisen zu lassen. Das änderte sich jedoch, als die Kasselaner ihre Interpretation von Iron Maidens "Aces High" zum Besten gaben. Irgendwie schien das Eis gebrochen und die Fans passten sich mehr und mehr der guten Leistung der Band an. Zum Ende des Gigs hin hatte sich der Platz vor der Minibühne gar in eine Art Minimoshpit verwandelt. Die Köppe flogen wie blöde und längst war Propellerbanging nonstop angesagt. Unterdessen war auch der erwähnte Olle nach zig Beck's aus der Flasche so angedüdelt, dass er sich nicht nur einmal das Mikro schnappte und seine Shout ins Publikum grölte. Noch gut 90 Minuten wäre dann Sense mit den Liveaktivitäten gewesen, wenn man nicht die Band dazu genötigt hätte "Master Of Puppets" auf die Meute loszulassen. Die nahm die Steilvorlage auch dankbar auf, und gab noch mal alles, bevor man dann den Abend mit einer amtlichen Metal Disco ausklingen lies. Insgesamt ein amtlicher Gig dieser sympathischen Band in dieser Kult-Location, die aber aufgrund einer amtlichen Verfügung wohl das letzte Mal Schauplatz eines Konzertes gewesen ist."



